Das Balkonpflanzen-ABC

Balkone : Oftmals die einzige Flucht an die frische Luft, ohne Nachbarn zu begegnen, ohne Treppen zu überwinden. Meistens jedoch, wird dem Balkon sein volles Potential abgesprochen: Er ist nicht bloß Rauchabzug oder bietet erstklassiges Ameisenkino aus hohen Stockwerken. Nein, Balkone lassen sich zu einem regelrechten Garten Eden verwandeln.

 

Vielfalt von Balkonblumen

Eine ganze menge Farbe bringt die bunte Vielfalt von Balkonblumen an den Wohnblock — eine kleine Oase, die dem Garten in fast nichts nachsteht. Augenschmaus, dazu ein schöner Duft, inklusive wohlfühl-Bonus. Und das nicht einmal nur für Gründäumler. Mit ein wenig Wissen über Pflanzen für den Balkon, kann’s direkt losgehen.

Der Start

Balkonpflanzen haben ihre Vorlieben. Damit sie ihre volle Schönheit entfalten können, muss die Sonnen-Dosis stimmen. Wo liegt der zu bepflanzende Balkon? Bekommen Balkonpflanzen Licht aus Süden, Osten/Westen, oder Norden? Zu winterharten Balkonpflanzen kommen wir gleich. Ist der Plan, im Sommer blühende Balkonblumen zu haben, dann sei darauf geachtet, dass die Eisheiligen vorüber sind. Ansonsten kann Frost den Pflanzen schaden. Um den Nährstoffbedarf der Balkonblumen über die warmen Monate zu decken, kann ein Langzeitdünger verwendet werden. Außerdem ist die Wahl der richtigen Erde für glückliche Balkonpflanzen entscheidend. Diese muss keinen großen Markennamen tragen, sollte allerdings einen Salzgehalt von unter einem Gramm pro Liter haben. Der Balkonkasten muss selbstverständlich auch passen.

Die Ausrichtung

Balkonpflanzen
Balkonpflanzen

Nur die Südseiten-Hitze kann den Sonnen-Heißhunger einiger Balkonpflanzen stillen. Wenn ausreichend gegossen wird, wachsen gar von der Südhalbkugel stammende Blumen. Das Blaue Gänseblümchen ist eine Balkonblume mit australischer Herkunft, gewappnet für die Südseite. Ihr Schopf aus grünen Stängeln trägt zahlreiche blaue Blüten. Kontinuierlich gießen, aber nicht im Wasser stehen lassen, dann sind sie hervorragende Pflanzen für den Süd-Balkon. Reich an Farbauswahl und für detailverliebte Balkon-Dekorateure, ist die Kapmagerite eine Anwärterin für warme Standorte. Als widerstandsfähige Balkonblume, macht sie sich ebenso im Halbschatten gut.

Nicht zu vergessen: Die Geranie. Quasi die Koryphäe unter den Balkonblumen. Auch, wenn sie einen nicht zu unterschätzenden Wasserbedarf haben (4–6 Liter pro Woche), können sie durch fleischige Blätter kurze Trockenheit wohl überstehen und sind somit gar recht pflegeleicht. Balkon-Ausrichtung gen Osten oder Westen, ist geeignet für Balkonpflanzen mit dem Wunsch nach Halbschatten. Wer allerdings absolute Favoriten unter schatten-oder sonnenliebenden Pflanzen für den Balkon hat, der sollte sich der Herausforderung stellen und nicht vor dem Versuch zurückschrecken, auch diese im Halbschatten auf die Probe zu stellen.

Dahlien gedeihen sicher auf Ost oder West-Balkonen. Kaum eine Balkonpflanze bietet mehr Variationen. Manch einer mag sich an die prächtigen Blüten erinnern, aus Großmutters Garten zum Beispiel. Bei Dahlien ist Zurücklehnen angesagt, denn sie verlangt nicht viel Wasser. Wenn die Erde doch einmal trocken werden sollte, dann dankt sie es, werden die Blüten von der Traufe verschont.

Tough ist das fleißige Lieschen. Außer Rand und Band treibt sie Blüten, von Frühjahr bis in den Herbst hinein. Keine Ausrichtung motiviert sie mehr zum Blühen, als der Halbschatten.

Begonien sollten der prallen Mittagssonne nicht ausgesetzt sein. Sie genießen das leichte Licht des Morgens und Vormittags, oder die der abendlichen Stunden. Mit widrigen Umständen kommen sie gut zurecht, sogar bei dunkleren Standorten.

Auf schattigen Nordbalkonen setzen sich die Fuchsien durch. Ihre hängenden Blüten in vielen Farben machen sie zu einer Balkonblume, die auch sonnenarme Plätze verschönert. Fuchsien reagieren auf den geringen Sonnenbedarf, indem sie eine Fülle an Nährstoffen aus der Erde möchten, das bedeutet: viel Wasser und wöchentliche Flüssigdünger-Nährstoffe.

Chrysanthemen gefällt der schattige Standort. Eine Balkonblume, die im Herbst blüht und lange Buntes liefert. Wer ihr genügend Wasser spendet, erfüllt all ihre Bedürfnisse. Steht der Wurzelballen nicht in Nässe und trocknet er nie ganz aus, bleibt die Pflanze bis in den Herbst fit.

Edellieschen sind ebenso genügsam. Ihre verträumt hängenden Blüten verschönern seit zwei Jahrhunderten Balkone. Wer sie um die verwelkten Blüten erleichtert, wird sich schon bald über neue erfreuen können.

Winterharte Balkonpflanzen

Winterharte Balkonpflanzen
Winterharte Balkonpflanzen

Von vielen Blumen wird sich verabschiedet, wenn der erste Frost naht. Doch das bedeutet lange nicht, das der Balkon kahl bleiben muss. Immergrüne und winterharte Balkonpflanzen bringen sattes Grün, auch wenn es schneit. Je größer der Blumenkasten, desto kleiner die Wahrscheinlichkeit, dass er komplett durchfriert. Das kommt den Balkonpflanzen zugute und sollte beachtet werden. Auch wichtig: An frostfreien Tagen das Gießen nicht vernachlässigen. Über mehrere Jahre hinweg, bringt die Schneeheide zarte Farbtupfer auf den Balkon. Damit sie nie ganz austrocknet und zu einem beachtlichen kleinen Busch wächst, kann feuchtes Laub oder Moorbeetsubstrat auf die Erde gebracht werden.

Mit seinen fröhlichen Blüten lässt sich der Winterjasmin nicht lumpen und kann schon vor Weihnachten gelbliche Farbtupfer auf den Balkon bringen. Kaum eine Pflanze für den Balkon ist pflegeleichter!

Ein wunderschöner Begleiter während der kalten Jahreszeit ist der Mittelmeerschneeball. Immergrün blüht er von November bis April und schenkt Dolden von weißen Blüten mit einem Hauch rosa. Vielleicht gar die schönste winterharte Balkonpflanze.

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